Rahmenbedingungen

Für die gelingende Projektumsetzung arbeitet Fit in Europe mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, die in den unterschiedlichen Phasen des Projekts spezifische Aufgaben übernehmen.

Kooperierende Träger

Der eigentliche Projektträger hat maßgeblich eine koordinierende Funktion inne. Für die Umsetzung von Teilbereichen müssen Organisationen eingebunden werden, die Aufgaben wie Teilnehmerzugang und -akquise oder die Unterbringung von Gruppen im Ausland übernehmen.

Akquise von Teilnehmenden läuft über die Vernetzung zu Trägern arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen in Rheinland-Pfalz. Die unmittelbaren Betreuungspersonen bei den sogenannten Entsendeträgern kennen ihre Teilnehmenden und damit potenzielle Kandidaten für Fit in Europe am besten. Sie sind daher für die Auswahl jener, die sich beim Projekt bewerben, zuständig. Die Projektmitarbeitenden stehen in direktem Kontakt zu den Betreuungspersonen der Fit in Europe – Teilnehmenden und kennt die Strukturen der Bildungseinrichtung. Ein kontinuierlicher, vertrauensvoller, unkomplizierter transparenter Austausch über relevante teilnehmerbezogene Informationen und Fragen mit den Fachkräften bei den Trägern ist Basis für ein effektives Zusammenarbeiten. Je eingespielter und offener der Umgang untereinander desto besser klappt auch die Auswahl geeigneter Teilnehmender, für die die Auslandserfahrung eine gewinnbringende Erfahrung für die persönliche Zukunftsgestaltung ist. So können alle Projektrelevanten Anforderungen nachvollziehbar kommuniziert werden und Missverständnisse oder die Gefahr von Informationslücken eingeschränkt werden.

Zum Aufbau und der kontinuierlichen Pflege eines Trägernetzwerkes sind sowohl persönliche Besuche bei Projektträgern nötig als auch die Einladung der beteiligten Akteure zu Workshops oder anderen Veranstaltungen bspw. beim Projektträger. Die Betreuungspersonen der Entsendeträger, die vor Ort für die Auswahl der Teilnehmenden zuständig sind, fahren regelmäßig gemeinsam mit der Projektleitung auf strategische Fahrten zu den Aufnahmeorganisationen im Ausland um diese sowie die Rahmenbedingungen vor Ort kennenzulernen. Gegenseitige Erwartungen und Anforderungen an die verschiedenen Projektphasen besprochen und weiterentwickelt. Das Konzept wird kontinuierlich in gegenseitiger Rückkopplung an die Bedarfe der Teilnehmenden im Hinblick auf die jeweiligen Angebote vor Ort angepasst.

Ansprechpartner für Teilnehmende

Die Projektmitarbeitenden stehen neben der Koordinationsarbeit den Teilnehmenden an Fit in Europe vom Zeitpunkt der Bewerbung bis zur Nachbereitung als AnsprechpartnerIn zu Verfügung und ist damit im Rahmen der Teilnahme die wichtigste Vertrauensperson. Sie kennt die relevanten Themen und „Baustellen“ der Teilnehmenden am besten und kann im Rahmen des Projekts stellenweise coachen und unterstützend begleiten.

Aufnahmeorganisationen im Ausland
Ein weiterer wichtiger Bestandteil von Fit in Europe ist die Kooperation mit sogenannten Aufnahmeorganisationen, die im Ausland die Teilnehmenden nicht nur in Praktikumsplätze vermitteln, sondern auch eine Unterkunft und regelmäßigen Sprachunterricht organisieren sowie eine 24-Stunden Bereitschaftsdienst einrichten.

Das Finden von passenden Partnern stellt sich als große Herausforderung dar. Der Zugang zu Kontakten mit Mobilitätserfahrung ist hier von Vorteil. In der Mobilitätsarbeit mit der benannten Zielgruppe lässt sich kein Standardprogramm abwickelt. Ein stetiges sich aufeinander abstimmen und ein flexibles agieren und reagieren können ist Voraussetzung. Die Organisationstruktur bei den Aufnahmepartnern muss über die bereits genannten Rahmenbedingungen hinaus über deutschsprechende Betreuungspersonen mit pädagogischen Hintergrund und Erfahrung in der Jugendarbeit verfügen, die sich bedarfsgerecht, um die Belange der Teilnehmenden kümmern kann. Darüber hinaus muss ein aktives Netzwerk aus Praktikumsbetrieben bestehen und ausgebaut werden und alle Belange das Wohnen, die Versorgung und die Orientierung und Mobilität in der neuen Umgebung betreffend durch die Aufnahmeorganisation geregelt werden.

(Interkulturelle) TrainerInnen
Das Vorbereitungstraining ist maßgeblich für einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt. Die Gruppe muss sich eingewöhnen, Unterstützungsstrukturen herausgearbeitet werden, eine Sensibilisierung für die neue Sprache bzw. nonverbale Kommunikation stattfinden und Ängste und Sorgen den Aufenthalt betreffend abgebaut werden. Für die Durchführung des Trainings wird das Projekt von externen TrainerInnen unterstützt, welche nicht nur über die benötigten Sprach- und Methodenkompetenz verfügen, sondern auch ein Gespür für die besonderen Belange der Zielgruppe haben müssen, um überhaupt erst einen Zugang zu ihnen zu erhalten. Langjährige Erfahrungen in der praktischen Jugendarbeit sind von Vorteil. TrainerInnen müssen in der Lage sein flexibel auf die unterschiedlichsten Anforderungen und Ansprüche der Teilnehmenden reagieren zu können. Es gilt nicht nur einen Lernraum zu gestalten, in dem die Gruppe ihre Themen bearbeiten kann und individuelle Grenzen, Erwartungen und Ziele angegangen werden können. Es muss darüber hinaus eine offene Haltung gegenüber der Gruppe eingenommen und die Kommunikation auf Augenhöhe wie eine vertrauensvolle Arbeitsbasis geschaffen werden. Je sicherer sich die Teilnehmenden im Rahmen des Trainings fühlen – ihre Probleme, Themen und Wünsche anzusprechen, desto offener und ehrlicher sind Sie mit  sich selbst und ihren Stärken und Schwächen. Unter dieser Voraussetzung lassen sich die Teilnehmenden optimal auf den Aufenthalt mit seinen gewinnbringenden Erfahrungen vorbereitet werden.
Organisation von Vor- und Nachbereitungstrainings
Die Qualität des Vorbereitungs- und  Nachbereitungstrainings sind Grundlage, um die Effekte des Auslandaufenthaltes erfolgreich in die Alltagsstrukturen zurück in Deutschland integrieren zu können. Auch hier spielt die Vertrauensbasis eine wichtige Rolle. Die Projektmitarbeitenden, die die Teilnehmenden von Beginn an begleiten erarbeiten gemeinsam mit den Teilnehmenden deren Entwicklungsfortschritte und Potenziale für die weitere Gestaltung der individuellen Perspektive heraus. Ein optimales abstimmen aller Elemente aufeinander und die persönliche Begleitung der Teilnehmenden sind wichtige Parts der Übergangsgestaltung. Die Trainings finden bewusst entfernt der Wohnorte der Teilnehmenden statt. Der räumliche Abstand zum gewohnten Umfeld bietet Entwicklungsmöglichkeiten, was das Verhalten angeht. Auch können in diesem ungewohnten Rahmen neue Verhaltensweisen ausprobiert und durch Feedback einer neuen Gruppe bestärkt werden. Das Projekt stellt neben Unterbringung, Bewirtung, Schreibutensilien, Wörter- und Notizbücher und Reiseführer. Wie die projektbezogenen Fahrtkosten werden jegliche Sachkosten aus Mitteln des Projekts bezahlt.
Qualitätsentwicklung durch Austausch und Transparenz
Als Voraussetzung des bisherigen Gelingens werden die intensive Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren (insbesondere die Vor-Ort-Besuche der Praxiskräfte aus Deutschland, der laufende Kontakt zwischen Projetkoordination, Trägern, TrainerInnen der Vorbereitungswochen und den Betreuungskräften in Marseille und León), die Auswahl „geeigneter“ TeilnehmerInnen durch die Entsendeträger, die Intensität und Flexibilität während der Trainings und die pädagogische Betreuungs- und Organisationskompetenz der Aufnahmeorganisationen in Marseille und León benannt. Die frühzeitige Beteiligung potentieller Träger am Aufbau des Projektes durch Informationstreffen und Workshops insbesondere aber durch die persönliche bzw. anschauliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, Risiken und Chancen bei den strategischen Fahrten sind maßgeblich für den Projekterfolg. Erfahrungsaustausche dienen auch dem kontinuierlichem Abgleichen und Anpassen des Konzepts auch mit Unterstützung durch externe Evaluatoren.