Fit4Life – Die Nachbereitung

Nach der Rückkehr der Fit in Europe – Gruppe vom Auslandspraktikum haben die Teilnehmenden zwei freie Tage, um emotional anzukommen und sich zu akklimatisieren, bevor sie ihren jeweiligen Entsendemaßnahmen von ihrem Erlebten berichten. Die gesamte Gruppe wird zum dreitägigen Nachbereitungstraining, etwa eine Woche nach ihrer Rückkehr, eingeladen.

Einordnung der Auslandserfahrung

Das Modul Nachbereitungstraining von Fit in Europe dient dazu, Erfahrungen so aufzubereiten, dass sie von den jungen Erwachsenen als Bereicherung in ihren Alltag integriert werden können und sich hieraus einen sinnvolle Strategie für einen Weg aus dem Übergangssystem heraus entwickeln kann. Der sogenannte „Flow-Effekt“, der bei positiven und belebenden Erlebnissen entsteht, kann hierfür ideal genutzt werden. Die Motivation, weiter an seinen nächsten Schritten zu arbeiten, aktiv zu bleiben und neue Pläne anzugehen, wird hochgehalten und aktiv begleitet. Nur so kann vermieden werden, dass die Konfrontation mit hemmenden Faktoren aus dem Alltag aufgefangen werden. Einer Regression des Fortschritts aufgrund dessen, dass die Teilnehmenden von der Situation „Zurück Zuhause“ überrollt werden, muss aktiv entgegen gewirkt werden.

Der Kontrast zwischen Ausland und Heimat wird meist als stark empfunden. Im Ausland werden bestehende Sorgen und Probleme leicht verdrängt, die jedoch angegangen werden müssen. So ist es häufig Realität, dass der Inhalt des Briefkastens zuhause für den Teilnehmenden negativen Nachrichten bereithält, wie Mahnbescheide, Nachrichten zu anstehenden Strafmaßnahmen o.ä.

Um die Rückkehrer/innen bestmöglich bei ihrem Ankommen und im Übergang in den Alltag zu begleiten, wird die Gruppe von zwei TrainerInnen betreut. In dem Nachbereitungstraining dienen Methoden und Instrumente dazu die persönlichen Erwartungen vor Antritt des Aufenthaltes mit dem tatsächlich im Ausland Erlebten abzugleichen. Auch werden die Evaluationsbögen, die während des Aufenthaltes mit den Betreuungspersonen der Aufnahmeorganisation ausgefüllt werden, zur Erarbeitung geeigneter Anschlüsse und für die Reflexion und Einordnung der gesammelten Erfahrungen genutzt. Das im Vorbereitungstraining an jeden ausgegebene Tagebuch, welches für persönlichen Notizen sowie Fotos vom Aufenthalt gedacht ist, wird in die Nachbereitungstage mit einbezogen. So lässt sich, als gemeinsamer Einstieg, mittels Erzählungen und Fotos ein erneutes Durchleben der vier Wochen inszenieren. Das Berichten über die Erfahrungen, Ausflüge, Erlebnisse, neue Bekannte, die Praktikumsbetriebe und das Leben in der Gruppe verhelfen den Teilnehmenden die „Reise“ sinnvoll für sich einzuordnen und persönliche, bedeutsame Momente herauszuarbeiten.

Es werden sowohl positive als auch negative Erlebnisse und Erfahrungen besprochen und Wege aufgezeigt, damit sinnbringend umzugehen, bzw. diese in den Alltag zu integrieren. Es gilt bei der Aufarbeitung das Credo aus positiven Erfahrungen Kraft für die weitere persönliche Entwicklung zu ziehen und auch aus negativen Erlebnisse bzw. Fehlern zu lernen. Teilweise berichten die Teilnehmenden zum ersten Mal richtig stolz auf sich zu sein bzw. erstmals zu erfahren, dass ihr Umfeld stolz auf sie ist, was Mut und Kraft gibt, weiter auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben. Das Umfeld ist bei solchen Themen ein maßgeblicher Einflussfaktor.

Entwicklung unentdeckter Potenziale
Gemeinschaftliche Reflexion und Entwicklung von Bewältigungsstrategien
Methoden und Instrumente
Zertifikate und Wertschätzung