Fit4Mobility – Das Vorbereitungstraining

Rahmenbedingungen und Organisation

Die BewerberInnen werden für die Teilnahme an Fit in Europe ausgewählt und zur Vorbereitungswoche in eine Jugendherberge fern ihres Wohnortes eingeladen.

Die jungen Erwachsenen teilen sich für die Zeit der Vorbereitung die Zimmer mit ihren potenziellen Mitreisenden, die sie bis dato noch nicht kennen. Für geschlechtergetrennte Schlafräume wird gesorgt. Für die täglichen Trainingseinheiten muss mindestens ein Seminarraum zu Verfügung stehen, der genügend Platz für das vielfältige Programm bietet. Mit der Gestaltung des Raumes sollte ein erster Eindruck von den Örtlichkeiten des Aufnahmelandes vermittelt werden. So können die Wände beispielsweise mit Fotos von Praktikumsplätzen, den Wohnungen und Sehenswürdigkeiten vor Ort dekoriert werden. Dies soll zum einen die Neugier der Teilnehmenden anregen, zum anderen Ängste und Sorgen vor dem Unbekannten abbauen.

Die Teilnehmenden erhalten von Fit in Europe verschiedene Materialien wie u.a. ein Wörterbuch, einen Reiseführer und eine Art Tagebuch, das zur persönlichen Gestaltung genutzt werden kann. Hier gehts zur Materialliste.

Bisher wurden Erfahrungen mit Gruppengrößen von zwei bis neun Teilnehmenden gesammelt. Eine wichtige Erkenntnis aus den bisherigen Vorbereitungstrainings ist, dass eine Größe von maximal acht Teilnehmenden gut geeignet ist, um jeden aus der Gruppe mit den Lerninhalten zu erreichen und zu verhindern, dass sich einzelne Teilnehmende aus dem Gruppenprozess ausklinken. Eine Gruppengröße ab etwa drei Teilnehmenden erlaubt es, Gruppenprozesse in Gang zu bringen, die wichtige Bestandteile des Vorbereitungskonzeptes sind. Es gilt einen sicheren, vertrauenswürdigen „Schutzraum“ für die Gruppe zu schaffen, in dem die Teilnehmenden sich öffnen können. Gleichzeitig sollte sich in der Teilnehmendenstruktur eine gewisse Heterogenität abbilden, da an bestehende Unterschiede und Unklarheiten unmittelbar angeknüpft werden kann. Das sehr intensive Training integriert bewusst das Arbeiten mit persönlichen Grenzen, Bedürfnissen, Stärken und Schwächen. Kooperative Unterstützungsstrukturen werden konstruiert und erprobt. Das kann nur dann funktionieren, wenn sich die Teilnehmenden gleichermaßen in die Arbeitsprozesse einbringen. Nur, wenn sich alle dem Prozess öffnen und ernsthaft partizipieren, können auch persönliche Themen bearbeitet werden, die für eine gute Vorbereitung auf die Zeit im Ausland wichtig sind. Die Konfrontation der Gruppe mit unmittelbar entstehenden, gegebenenfalls provozierten oder auch inszenierten Krisen und Konflikte verschiedenster Ursachen ist Teil der Vorbereitung. Dazu muss ein Betreuungsverhältnis von 1 zu 3 gewährleistet sein, das dazu beiträgt eine persönliche und individuelle Vertrauensbasis zu schaffen, die zulässt, dass jeder Teilnehmende aufgefangen werden kann.

Pädagogische Beziehung
Inhalte
Ziele von Fit4Mobility
Umgang mit Abbrüchen und Absagen